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IFÜREL History Teil 2 – Die IFÜREL Hauptverwaltung

Bahnhofstraße 126: Ein Standort mit Geschichte… dort, wo IFÜREL seit seiner Gründung im Jahr 1932 seinen Verwaltungssitz hat, wehte schon immer Unternehmergeist.

Ausschnitt aus der Gemeindekarte von Herne von 1824

Ausschnitt aus der Gemeindekarte von Herne, 1824

Das ursprüngliche Ackerland zwischen der Bahnhofstraße und der Funkenbergschen Ölmühle gehörte zur Flur „In der Koppenburg“, den um den Mühlenteich der Ölmühle gelegenen Strünkeder Besitzungen. Als diese im Jahre 1811 unter den Hammer geraten, ersteigert Johann Heinrich Schlenkhoff gen. Dux die verpachteten Grundstücke zwischen Bahnhofstraße und dem Ostbach für 219 Taler.

Nach Übernahme der Ölmühle im Jahr 1859 baut dessen Sohn Heinrich Friedrich Wilhelm Schlenkhoff gen. Dux bis 1870 drei Gebäude an der Bahnhofstraße: das damals als Wohnhaus dienende Haus an der Bahnhofstraße 126, den rechtswinkelig dazu angesetzten Bau an der Friedrichstraße (heute Eschstraße, ursprünglich als Ökonomiegebäude genutzt, 1900 zum Wohn- und Geschäftshaus um- und neugebaut) sowie einen kleinen Bau hinter dem Wohnhaus.

1877 ist der kleine Fachwerkbau ersetzt durch ein eingeschossiges Büro- und Wohnhaus, in dem sich in den 1930er Jahren die Tanzschule Diel befindet.

Das Grundstück bleibt über weitere Generationen im Familienbesitz.

1932 gründet Dipl.-Ing. Albert Ludwig Emil Schlenkhoff in der Bahnhofstraße 126 den Industriedienstleister IFÜREL.

Während das Bürogebäude im zweiten Weltkrieg zerstört wird, bleibt das Stammhaus wie viele andere Häuser in Herne von Bombenanschlägen verschont. So kehrt auch Alberts älterer Bruder Friedrich-Wilhelm Schlenkhoff 1945 mit seiner Familie aus Berlin zurück nach Herne. Vorübergehend leben mehrere Generationen und Familienstämme im Haus an der Bahnhofstraße.

Friedrich-Wilhelm Schlenkhoff seinerseits gründet 1947 in der Bahnhofstraße 126 den Verlag Neue Wirtschafts-Briefe. Nach kurzer Zeit in behelfsmäßig dort eingerichteten Büroräumen zieht der Verlag mit 25 Mitarbeitern schließlich in die Schlenkhoffsche Waschanstalt. Seit 2006 leitet Ludger Kleyboldt, Enkel von Friedrich-Wilhelm Schlenkhoff, das Unternehmen. Noch heute ist der NWB Verlag der führende Fachverlag für Steuer- und Wirtschaftsrecht in Deutschland.

Das Unternehmen IFÜREL wird heute vom Großneffen Albert Schlenkhoffs, Henrich Kleyboldt, geführt und hat seinen Sitz weiterhin im Schlenkhoffschen Stammhaus.

Luftbild Herner Bahnhof 1926

Luftbild Herner Bahnhof 1926 [Quelle: https://wiki.hv-her-wan.de]

Die Bahnhofstraße war Teil einer Handelsstraße, die von Köln nach Münster führte. 1775 war sie noch als Viehtreibeweg in den Karten verzeichnet. In den Jahren 1839 bis 1841 wurde die Landstraße zu einer Chaussee ausgebaut. Nach der Eröffnung des Bahnhofs Herne-Bochum an der Köln-Mindener Eisenbahn 1847 erlangte sie zunehmende Bedeutung. Mit der Eröffnung der ersten Straßenbahnstrecke des Ruhrgebiets von Herne nach Bochum am 23. November 1894 wurde der wirtschaftliche Aufschwung des Kerns der Gemeinde Herne weiter gesteigert.